Unser Besuch bei der Flüchtlingshilfe Malteser-Notunterkunft Berlin

Am Freitag, den 27.11.2015, war das Team von public link zum Einsatz in den Unterkünften der Malteser in der Messehalle Berlin vor Ort. Was uns dort erwartet hat, wie wir helfen konnten, welche Erfahrungen wir gemacht haben und welche Eindrücke wir mitnehmen – all das lässt sich nur schwer in Worte fassen. Aber zumindest einen kleinen Einblick zu unserem Einsatz wollen wir hier mit euch teilen.

Unser Einsatz startete mit einer freundlichen Begrüßung durch Securitypersonal und die ehrenamtlichen Helfer und nach einer kurzen Einführung konnten wir auch gleich hilfreich unterstützen. Die Halle war in einen Schlaf-, Essens-, Spiel- und WC-Bereich aufgeteilt und wir haben in folgenden Bereichen ausgeholfen.

Vier von uns haben sich am Vormittag und Nachmittag der Kinderbetreuung gewidmet. Dies war für uns alle eine schöne, aber auch herausfordernde Aufgabe: „Die Kinder waren zwischen 1 und 15 Jahre alt und auch unser Programm war bunt gemischt: Springen auf dem Trampolin, Ausmalen und Tanzen“ (Claire). Die verschiedenen Sprachen sowie die generelle Kommunikation war natürlich für alle das Schwierigste, aber die Situation wurde spielerisch gelöst. Auch Anna Lea sagt: „Ich durfte 4 Stunden die Grundschulkinder und Frauen in Grammatik und Rechtschreibung unterstützen. Es hat mir Freude bereitet und ich bin bereit wieder zu kommen.“

Ein weiterer Einsatzbereich war die Kleiderausgabe: „Hier wird zu festen Zeiten Kleidung ausgegeben. Mit Hilfe von Piktogrammen waren Verständigungsbarrieren schnell überwunden und die benötigten Kleidungsstücke identifiziert“ (Steffi). Matthias hält weiterhin dazu fest: „Von der Anmeldung über die Instruktionen bezüglich der gewünschten Tätigkeit bis hin zur Möglichkeit, sich jederzeit mit etwaigen Fragen an einen Mitarbeiter wenden zu können – man fühlt sich einfach gut aufgehoben und kann sich somit voll und ganz seiner Aufgabe in den Unterkünften widmen. Das hat mir sehr imponiert.“ Trotz der guten Organisation und der Einbindung vieler, freiwilliger Helfer fehlt es trotzdem noch an vielen Dingen, wie zum Beispiel langen Pullovern oder Unterwäsche.

Für uns war auch der erste Berührungspunkt der Schwerste, aber vor Ort konnten wir nun sehen wie aus wenigen Mitteln bereits viel geschafft werden konnte. Oft erscheint uns jedoch die ganze Situation immer noch wie eine Parallelwelt und wir können es nur schwer nachvollziehen, was die Menschen auf der Flucht wirklich durchleben. Aber um diesen Menschen ein neues Zuhause geben zu können, einen Ort an dem sie zur Ruhe kommen, ist es wichtig, dass diese Menschen regelmäßige Unterstützung und Hilfe bekommen. Wo aktuell Hilfe benötigt wird, kann man unter www.volunteer-planner.org erfahren. Die Plattform wird regelmäßig aktualisiert und auch wir haben unsere Einsätze darüber organisiert.