#LaunchAcademy: Lena in Berlin – Ein Résumé

Die Hälfte meiner 3 Monate in Berlin ist schon vorbei, es wird Zeit für ein Résumé. Da gibt es schon genügend Themen, über die ich schreiben könnte: das Praktikum, das Unternehmen, die Kollegen, und natürlich das wahrscheinlich meist besprochene – als Österreicherin in Berlin. So viele Blogs, Posts, Tweets und Artikel gibt es schon, und trotzdem möchte ich meine ganz persönlichen Erfahrungen auch noch niederschreiben.
Berlin: die Sprache, die Stadt, die Menschen – und ICH, mittendrin statt nur dabei. Aber gehen wir es mal langsam durch.

Die Spache // Langenscheidt

Die Spache // Langenscheidt

Die Sprache: Man fliegt eine Stunde, kommt in ein Land, in dem eigentlich die selbe Sprache gesprochen wird wie zu Hause, das sollte doch kein Problem sein. Der BVG-Mitarbeiter am Flughafen beweist mir mal sofort das Gegenteil. Überaus freundlich und motiviert stellt er mir nach langem Hin und Her meinen Fahrausweis aus. Von meinen unzähligen „Wie bitte?“ genervt mit einer Freude, die einen ansteckt.
Diese ersten Probleme mit der deutschen Sprache sollten mich noch lange begleiten. Wörter wie „Sackerl“ (Tüte), „Stanitzel“ (Waffel), oder „Rechnung“ (Kassenbon) fehlen komplett, während das Plusquamperfekt so gerne oft falsch verwendet wird, denn nein, ich war nicht im Park gewesen!!! Ich war im Park! Aus!
Bezüglich Begrüßung und Verabschiedung kann ich mich noch immer nicht an das ständige „Tschüss“ gewöhnen und über die Aussprache des Wortes Kaffee reden wir erst gar nicht.

Die Stadt // public link

Die Stadt // public link

Die Stadt: Als Landei (wie schon in meinem Willkommensinterview erwähnt) ist die Stadt an sich für mich schon etwas Neues. Aber Berlin ist halt echt ein extremes Beispiel für eine Stadt. Überall Lärm, Dreck und Baustellen. Man muss dazu sagen, dass ich ja auch wirklich Pech habe: Gerade jetzt werden die S-Bahn-Schienen erneuert. Das bedeutet für mich statt 5 Minuten S-Bahn, 20 Minuten Umfahrung. Diese Baustelle hat aber auch eine positive Seite: Berlin ist eine Stadt, in der man viel entdecken kann, und das geht am besten abseits der schnellsten und kürzesten Verbindungen.
Was sicher keine positive Seite hat, ist der Gestank, da muss man nicht lange darüber reden.

Die Menschen // public Link

Die Menschen – Mein Freund Florian und ich auf Erkundungstour // public Link

Die Menschen: Die Berliner sind ein bisschen wie die Wiener, dann aber doch wieder ganz anders.
Die netten Berliner: Gerne mal ein bisschen Smalltalk, aber das wars dann auch schon. Aber es gibt auch die wirklich freundlichen Lebensmittelverkäuferinnen: Also so freundlich wie diese an einem Samstag um 21:00 Uhr sind, das ist unglaublich, und ganz liebe Straßenbahn- und Busfahrer, die auch mal kurz warten, wenn man dahergelaufen kommt.
Die „Ungustln“ (Unsympathen): Die gibt es halt überall.

Kurz gefasst: Der Kulturschock hätte nicht stärker sein können. Und trotzdem mag ich Berlin. Auf eine Art und Weise, die man schwer beschreiben kann. Eine nette Lebensmittelverkäuferin, ein witziges Plakat, oder ein tolles Lokal, irgendwie zaubert mir Berlin dann doch ein Lächeln auf die Lippen. Und ich freue mich auf die zweite Hälfte meines Praktikums.

Eure Lena

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Die Menschen – Mein Freund Florian und ich auf Erkundungstour // public Link

Die Spache // Langenscheidt

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