eat&STYLE – Paradies für Feinschmecker und kulinarische Entdecker

Lange haben wir darauf gewartet und am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: das Foodfestival eat&STYLE lud für drei Tage in die STATION-Berlin und wir waren vor Ort. Es ist das erste Jahr für das Food Festival in der Hauptstadt! Bisher hausierte die eat&STYLE in Köln, Hamburg, München und Stuttgart.

Wer sich gut auf den Besuch vorbereitete, konnte hier richtig auf seine Kosten kommen: Workshops, Kochshows und klassische Messestände von Start-Ups oder lokalen Manufakturen, aber auch mittelgroßen Lebensmittelherstellern erwarteten die Feinschmecker Berlins. Dabei las sich das Angebot der Workshops mit „Flavour Pairing“, „Foodstyling“ oder „Molekularer Küche“ wie ein Krimi: hochspannend!

Der Spaß kann beginnen: eat&STYLE Berlin // public link

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STATION-Berlin // public link

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Wir schlenderten an den Ständen vorbei, naschten mal hier und mal da, beneideten jene, die es in einen der beliebten Workshops geschafft haben und unterhielten uns mit den Herstellern, Manufakturen und Jungunternehmen. Wer nicht ausprobiert und nachfragt, wird auf der eat&STYLE wenig Spaß haben. Denn eines haben wir gemerkt: Das Festival lebt davon, dass man sich aktiv am Geschehen beteiligt und in die Welt des guten Essens eintaucht.

Eines macht die eat&STYLE ganz deutlich: Zum Glück gibt es doch noch viele dieser kleinen Manufakturen, die in Handarbeit und mit rein natürlichen Zutaten wahre Gaumenfreuden und essbare Kunstwerke produzieren – egal, ob Honig, Marmelade, Aufstriche, Brot, Essig oder Kaffee. Kaufen kann man die Berliner Leckereien dann meist in den Onlineshops der Anbieter oder in kleinen spezialisierten Läden…
…oder ganz anders – und unser absolutes Highlight auf der eat&STYLE in diesem Jahr: TRY FOODS. Eineinhalb Jahre besteht das Unternehmen von Jörn Gutowski bereits und er macht alles allein, ausgenommen das Design. Mit viel Liebe zum Detail und einem geübten Geschmackssinn stellt er thematische Boxen zusammen, die den Verbrauchern die Wahl guter Lebensmittel erleichtern soll. Ausgewählte Olivenöle, Kaffees, Schokoladen oder Salze werden in kleinen Probiergrößen abgefüllt und in einer Pappbox für den Versand abgepackt. Dazu gibt es immer ein kleines Heft mit Informationen und Tipps rund um das Produkt. Es sind keine Abo-Boxen, das Angebot soll aber weiter ausgebaut werden. Sehr nett ist auch die Idee einer städtespezifischen Probierbox, wie TRY BERLIN Hier kann sich der Berlin-Liebhaber durch einige für die Stadt typischen oder auch untypischen Lebensmittel probieren – aus Vergangenheit und Gegenwart, süß oder deftig.

TRY FOODS: Probierboxen für Feinschmecker // public link

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Und was darf beim Thema Berlin natürlich auch nicht fehlen? STREETFOOD! Wer hätte gedacht, dass Streetfood salontauglich wird und ein Revival der besonderen Art erlebt: Bisher ein ganz selbstverständliches Angebot auf Märkten, erobert Streetfood jeglicher Herkunft und Art nun auch die Berliner Restaurantszene. Auch auf der eat&STYLE Berlin darf das Thema daher natürlich nicht fehlen. 10 Berliner Streetfood-Restaurants boten auf der „Essmeile“ ihre drei besten Gerichte an. Es war eine kulinarische Reise durch Berlins Streetfood-Läden, von typisch deutsch, über französisch bis hin zu koreanisch und peruanisch. Ein absolutes Fest der Sinne: der Duft herzhafter Gewürze, gebratenem Gemüses und Fleischs lag in der Luft. Nur eines hat gefehlt: Wer sich entschieden hat ohne Fleisch zu leben, hatte eine nur sehr geringe Auswahl. Doch wie es immer so ist, mit einem netten Lächeln und eine netten Frage lässt sich auch an vielen der Stände kurzerhand etwas Fleischloses zaubern; auch wenn dazu nur das Fleisch herausgelassen wird. Also auch für Vegetarier hieß es letztendlich: Guten Appetit.

Streetfood-Meile // public link

Streetfood-Meile // public link

Pause in der Streetfood-Meile // public link

Pause in der Streetfood-Meile // public link

Vegane und vegetarische Ernährung hat schon viele Phasen durchgemacht: sie wurde kritisiert, gehypt, als Trend abgestempelt und als Lebensstil interpretiert. Ein junges Unternehmen greift vegane Ernährung in Zusammenhang mit körperbewusster Ernährung auf und warb mit veganen, glutenfreien und kohlenhydratfreien Nudeln: Kajnok. Egal, ob Spaghetti, Fettuccine, Penne oder sogar Reis – sie werden aus dem Mehl der Konjak-Wurzel hergestellt und vorgekocht verkauft. Ohne Würze schmecken sie nach nichts, die Konsistenz ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Nudeln erinnern stark an chinesische Glasnudeln, sind jedoch viel bissfester – fast etwas gummiartig.

Und was gab es sonst noch Neues?

Die handgemachten Chips von myChipsBox sind unglaublich lecker. Man schmeckt förmlich heraus, dass diese erst kurz vor dem Versand frisch hergestellt wurden. Neben klassischen Geschmacksrichtungen, wie Paprika oder Chili gibt es auch die Originellen und Exotischen. Zitrone & Ingwer wird bestimmt unser neuer Liebling! Etwas außergewöhnlicher sind Sorten, wie Blaubeer-Joghurt oder Crema Catalana. Die ungewöhnliche Kombination aus süß und salzig trifft nicht auf Jedermanns Geschmack und dennoch ist auch das ein mutiger Schritt Chips fernab der typischen Standardmischungen anzubieten.

Handgemachte Chips von myChipsBox // public link

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Und noch etwas hat uns sehr überrascht und überzeugt: Kandierte, essbare Blüten. Die sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch. Angela Evers fertigt diese schon seit vielen Jahren in Handarbeit. Mit einer speziellen alkoholhaltigen Tinktur werden die frischen Blüten bestrichen und anschließend mit Zucker bestreut. Wie sie auf die Idee gekommen ist? „Ich habe einfach nachgedacht…!“

Essbare Zuckerblüten von Evers und Tochter Manufaktur // public link

Essbare Zuckerblüten von Evers und Tochter Manufaktur // public link

Fazit
Ob traditionell, kurios oder neuartig – auf der eat&STYLE gab es vieles zu entdecken! Wer Lust darauf hat, sollte also auch im nächsten Jahr dabei sein.

Kartoffelhelden - Kartoffelarten aus der ganzen Welt // public link

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Ein Kommentar auf “eat&STYLE – Paradies für Feinschmecker und kulinarische Entdecker”

  1. Frank

    Ein sehr interessanter Bericht über die Eat and Style. Vielleicht wäre es auch für uns interessant dort einmal teilzunehmen. Vielen Dank für diese Informationen.