Blog #6

„Schilder basteln reicht heute nicht mehr“

Interview mit Cesy Leonard

Kunstaktion Kindertransporthilfe des Bundes

1) Wie seid ihr auf die Idee zu der Kampagne gekommen?

 Die erste Initialzündung war 2011 als ich den Oscar prämierten Dokumentarfilm, „Into the arms of strangers“ sah. Ich habe das syrische Tagesgeschehen verfolgt und es war immer sehr schwer für mich zu sehen, dass Menschen die Hoffnung verlieren und denken, sie hätten keine Zukunft mehr. Ein Freund von mir, ein Journalist, hat sehr aufmerksam verfolgt, was dort passierte. Eines Tages ist er zu mir gekommen und meinte „da müssen wir was machen“. Jeder weiß doch, was dort passiert und doch zögern alle, etwas zu tun. Die Idee der Kindertransporthilfe war für uns die Möglichkeit aktiv zu werden.

Cesy Leonard // public link GmbH

Cesy Leonard // public link GmbH

2) Aus PR-Sicht kann man Euer Engagement als Guerilla-Aktion verstehen. Müssen Maßnahmen heute so sein, damit man mit seinem Anliegen überhaupt noch gehört wird?

Ja, es reicht leider nicht mehr zu demonstrieren und Schilder zu basteln. Die einzigen, die noch laut werden sind Aktivisten. Wir haben uns von den „Yes Men“ Aktivisten aus New-York inspirieren lassen. Man muss sich heutzutage sich sehr laut äußern, um sich überhaupt noch Gehör zu verschaffen.

3) Wer hat euch unterstützt?

Der harte Kern unseres Team umfasst insgesamt fünf Personen, sehr engagierte Menschen, darunter auch Journalisten, die in Krisengebiete reisen. Insgesamt haben wir für die Vorbereitung sechs Monate gebraucht, die Webseite und die Filme konnten wir in zwei Monaten und ohne finanzielle Mittel realisiert.  Die Kick-Start Kampagne haben wir durch die Crowdfunding Plattform indiegogo.com gelauncht (https://www.indiegogo.com/projects/zentrum-fuer-politische-schoenheit).

Unterstützung gab es für uns als Künstler auch vom Gorki Theater. Leider gab es keinen Kultur-Sponsor oder einen Fonds, der unser spontanes Anliegen unterstützt hätte. Aber wer weiß, was noch kommt.

4) Wie haben die Medien eure Aktion aufgenommen? Haben Journalisten auch mal verärgert reagiert, als sie feststellten, dass es sich um keine „offizielle“ politische Kampagne handelt?

In der erste Pressemeldung, die wir verschickt haben, wurde erwähnt, dass es eine Aktion des Zentrum für politische Schönheit war. Jeder konnte uns im Internet finden und leicht herausfinden, dass unsere Aktion keine Aktion der Bundesregierung ist. Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass es sich um eine Kunstaktion handelt, eine Empfehlung an die Regierung.

Zentrum für Politische Schönheit // public link GmbH

Zentrum für Politische Schönheit // public link GmbH

5) Hat euch überrascht, dass so viele Medien eure Kampagne  zum Thema machen?

Ja klar! So einen großen Erfolg haben wir kaum erwartet. Die Kampagne wurde gelauncht und danach setzte eine starke Kettenreaktion ein. Wir dachten schon, dass das Thema ein paar Leute mobilisieren wird, aber nicht so viele und so kurzfristig. Meiner Meinung nach liegt es an der Strategie, wie wir die Aktion angegangen sind, aber auch an dem Thema an sich. Hier brauchen Kinder Hilfe und damit kann man Menschen schnell berühren.

6) Welches Ziel verfolgt ihr vor allem mit euren Aktionen?

Vor allem unterstützen wir das Recht auf freie Meinungsäußerung. Das machen wir auf unsere Art, mit Plakaten und Containern. Die Satire ist keine Unterhaltung, sie ist eher eine Moralpredigt. Sie ist ein offenes erzieherisches Mittel. Wir wollen Vorbild sein: Was könnte Deutschland in dieser schwierigen Situation tun? Unsere eigene Vergangenheit verpflichtet uns moralisch dazu, Flüchtlingen zu helfen und ihnen die Hand zu reichen. Wie geht Deutschland mit seinem Erbe um? Es gehört zur Pflicht der Erinnerung: Wir müssen durch solche Dinge andere zum Denken bringen.

Kunstaktion Kindertransporthilfe des Bundes an der Friedrichstraße // public link GmbH

Kunstaktion Kindertransporthilfe des Bundes an der Friedrichstraße in Berlin // public link GmbH

Interview und Fotos: Judith Morsel

#LauchAcademy – Wenn die Schweiz Berlin besucht und andersrum: ein interkultureller Vergleich

Als aktuelle Launch Academy Studentin hätte ich gern von meinen ersten Eindrücken von Deutschland berichtet, aber, da ich schon einige Jahre in Deutschland gelebt habe (insgesamt fast 7 Jahre, davon 2,5 in Berlin), habe ich vermeintlich wenig Neues zu erzählen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, zwei meiner Schweizern Freundinnen, die zurzeit in Berlin wohnen, in Bezug auf ihre Eindrücke von Berlin und Deutschland zu interviewen. Glücklicherweise gibt es hier bei public link auch zwei deutsche Kolleginnen, die in der Schweiz waren, um dort zu studieren. Ich habe dann mit Jedem das gleiche Interview geführt, um die unterschiedlichen Eindrücke vergleichen zu können.

Persönliche Vorstellung

Nancy AndradeNancy  Andrade:  22, Schweizerin aus dem französischsprachigen Teil, Buchhalterin. Ihr gefällt: Mode, Reisen, Landschaften, glutenfreie Nahrungsmittel. Lebt in Berlin in einer Sprachschule für 6 Wochen, um ihr Deutsch zu verbessern. Wohnt bei einer Gastfamilie in Grünau. Sie ist der Meinung, dass die Mehrheit der Schweizer ein sehr hohes Englischniveau hat und dass sie deshalb mehr Chancen auf einen guten Job in der Schweiz hat. Da sie aus dem französischsprachigen Teil der Schweiz stammt (Sion/Sitten, VS), ist fließendes Deutsch ihre Trumpfkarte.

Foto-4Bettina Maatz : 24, Deutsche bzw. Berlinerin. Bachelorabschluss in Communication & Economics und abgeschlossener Master in Corporate Communication, den sie von 2011-2013 in der Schweiz in Lugano absolvierte. Sie begeistert sich für Reisen, Fußball, Autos und Nachhaltigkeitsthemen. Sie arbeitet seit Juli 2013 bei public link.

Essen und Trinken im Gastland

Nancy A.: In Berlin isst man den Tag über günstig, aber gesund. Man geht auch dreimal mehr ins Restaurant als in der Schweiz. Vielleicht liegt es daran, dass man in Berlin im Restaurant nicht so viel Geld ausgibt wie in der Schweiz. In meiner Heimat besuchen wir ein Restaurant nur, wenn wir etwas Besonderer zu feiern haben.

Bettina M.: Da ich in der italienischen Schweiz gelebt habe, gab es einen starken Einfluss des italienischen Lebens: Oft wurde erst spät gegessen. Ich war in Lugano häufiger im Restaurant als hier in Berlin. Das liegt bestimmt daran, dass ich als Studentin einfach mehr Zeit dafür hatte.

Geschmack

Nancy A.: Was mich am Anfang ein bißchen überrascht hat, war, dass die Deutschen öfters mit herzhaften als süßen Aufstrichen frühstücken.

Bettina M.: Italienische Restaurants waren in Lugano aufgrund der Nähe zu Italien natürlich sehr verbreite, aber da ich die italienische Küche sehr gerne mag, hat mich das nie gestört. Trotzdem war ich froh, dass es im Herbst und Winter auch immer Raclette und viele Marroni gab.

Welches  Produkt oder Gericht aus der Heimat hast du am meisten vermisst?

Nancy A.: Glutenfreie Produkte und vor allem Sojasauce ohne Gluten. Und ansonsten Trockenfleisch (typisches Produkt aus der Schweiz).

Bettina M.:  Vollkorn- und Roggenbrot und -brötchen.

Die schönste Geschmacksentdeckung im Gastland?

Nancy A.:  Snickers für 0,35€ (lacht).

Bettina M.: Käsefondue „moitié-moitié“.

Die komischste Mahlzeit, die du im Gastland probiert hast?

Nancy A.: Eine Ananasscheibe mit Schinken auf einem Toast (Toast-Hawaï).

Bettina M.: Für Pizzoccheri kann ich mich bis heute nicht begeistern.

Hast du den Eindruck, dass man dort mehr auf die Herkunft der Produkte geachtet hat?

Nancy A.: Nicht wirklich.

Bettina M.: Nicht besonders.

Aufnahme im Gastland

Nancy A.: Es braucht Zeit. Die Berliner sind nette Leute, aber nehmen sich nicht wirklich die Zeit, um mit dir zu reden.

Bettina M.: Ich war an einer internationalen Uni und dadurch war es einfach, Leute kennenzulernen – ob Schweizer oder nicht. Ich hatte eine richtig schöne Zeit in Lugano.

Sprachgrenze

Nancy A.: Ich habe Grundkenntnisse der deutschen Sprache und ich schaffe es meistens, mich verständlich zu machen und mit Leuten einfache Diskussionen zu führen. Es gibt in Berlin sowieso sehr viele Französischsprechende, aber auf Deutsch sind Witze wirklich schwer zu verstehen und noch viel schwieriger zu erzählen. Was mich aber beleidigt hat, ist dass es öfters passierte, dass man mir auf Englisch geantwortet hat, obwohl ich auf Deutsch gesprochen habe. Das war frustrierend.

Bettina M.: Im Alltag in Lugano braucht man Italienisch, dadurch war es am Anfang noch schwierig, die Menschen zu verstehen. Zu Beginn hatte ich Unterstützung von Freunden, die Italiener sind und nach einem Sprachkurs war es kein Problem mehr.

Lebensstandard

Nancy A.: Ich habe den Eindruck, dass man sich hier in Berlin viel leisten kann.

Bettina M.: Na ja, das Preisniveau im Alltag ist schon anders und in der Schweiz natürlich auch höher als in Deutschland.

Kulturelle Vielfalt

Nancy A.: In Berlin gibt es viel zu erleben, jeden Tag kann man etwas Kulturelles machen. Man merkt, dass diese Stadt eine Geschichte und eine Vergangenheit hat, dass sie viel erlebt hat, und die Stimmung ist dadurch multikulturell.

Bettina M.: Lugano selbst hat nicht so viele kulturelle Angebote, vielleicht hab ich auch nur nicht genug danach gesucht. Insgesamt denke ich, dass die Schweiz und Deutschland dahingehend vergleichbar sind.

Kulturelle Unterschiede

Nancy A.: Hier in Berlin gibt es eine Fahrrad-Kultur: es gibt überall Fahrräder, Radwege usw. Diese Stadt ist außerdem sehr gay-friendly und jeder kann tun, was er will. Man könnte sogar nackt auf die Straße gehen und niemanden würde es stören. Hier kann man außergewöhnlich und auffallend sein, hier darf man sich quasi alles erlauben.

Bettina M.: In der Schweiz gibt es, glaube ich, viele unterschiedliche Kulturen. In Lugano spielte Pünktlichkeit keine sehr große Rolle, was ich in der deutschsprachigen Schweiz ganz anders erlebt habe.

Umgang mit Menschen

Nancy A.: In Berlin sind die Leute vielseitiger und es gibt mehr Offenheit. Dagegen finde ich die Schweizer einfühlsamer, vielleicht liegt es an der Größe des Landes. Dass die Schweiz viel kleiner ist, erleichtert den Umgang mit den Menschen. In der Schweiz kümmert man sich zum Beispiel mehr, wenn ein Ausländer eine Straße sucht oder man ist aufmerksamer im Restaurant wenn es zum Beispiel um die Allergien der Gäste geht…

Bettina M.: Ich habe mich nie als Fremde gefühlt, aber man kann schneller Beziehungen zu Einwohnern aufbauen, wenn man Italienisch spricht, das ist ja aber auch ganz normal.

Währung

Nancy A.: Ich finde die 1- und 2-Cent-Stücke völlig unnötig und zudem behalten einigen Verkäufer automatisch das Rückgeld, wenn es so ein niedriger Betrag ist…

Bettina M.: Nichts Besonderes.

Kulturschock?

Nancy A.: Nicht wirklich, weil Berlin sehr weitläufig ist. Man fühlt sich nicht bedrückt, es gibt ganz viele Parks, Grünflächen, breite Straßen und eine stille und entspannte Stimmung. Man fühlt sich hier sofort wohl.

Bettina M.: Ja absolut, vor allem Dank des Klimas und der Landschaften.

Begrüßung

Nancy A: Mir ist nichts Besonderes aufgefallen.

Bettina M.: Mir ist ebenfalls nichts Besonderes aufgefallen.

Bestimmter Spruch/Motto?

Nancy A.: Es ist hier schwierig, jemandem „Bonne Chance“ zu wünschen, das ist irgendwas zwischen viel Glück, viel Erfolg und Toi Toi Toi!

Bettina M.: Das ist schwer zu sagen, im Alltag haben wir häufig Englisch gesprochen. Wenn wir in kleineren Gruppen Deutsch gesprochen haben, haben wir eher ein Mix aus Englisch, Italienisch und Deutsch gehabt – da sind mir typische Schweizer Redewendungen nicht so sehr aufgefallen.

Aktivitäten & Freizeit Angebote des Heimat- und Gastlandes im Vergleich (+ mehr/- weniger)

Museen & Ausstellungen

Nancy A.:  + Berlin (Ich hab mir sogar ein Eintrittskarte für alle Museen in Berlin für 25€ geleistet)

Bettina M.: + Berlin (tausendmal mehr, aber das kann ich nur mit Lugano vergleichen und nicht mit der gesamten Schweiz)

Preise

Nancy A.: – Berlin

Bettina M.: + Lugano (und die Schweiz allgemein)

Kino, Konzerte, Theater

Nancy A.: + Berlin

Bettina M.: + Berlin

Sport & Entspannung

Nancy A.: + Berlin

Bettina M.: In Lugano war die Umgebung insgesamt idyllischer und ich bin häufiger Outdoor-Aktivitäten nachgegangen als hier in Berlin. Hier gehe ich vor allem ins Fitnessstudio, zum Glück fahre ich aber mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Nightlife (Bars, zu Hause bei Freunden, Clubs…)

Nancy A.: In der Schweiz verbringt man mehr Zeit bei Freunden wegen der hohen Preise. Hier in Berlin verbringt man mehr Zeit in Bars und Kneipen.

Bettina M.: In Lugano habe ich die Abende häufig mit Freunden in Bars oder bei einem von uns zu Hause verbracht. In Berlin gehe ich, um mich mit Freunden zu treffen, eher in Kneipen oder Restaurants.

Natur und Grünflächen

Nancy A: + die Schweiz, aber eine gute Note für Berlin für die Grünflächen.

Bettina M.: + die Schweiz, ich bin sogar regelmäßig 8 km am See entlanggelaufen. Ich habe sehr viel Zeit draußen verbracht, am See zu sitzen war pure Entspannung.

Ladenöffnungszeiten

Nancy A.: + Berlin (sehr praktisch dass man bis 22 Uhr einkaufen kann und die Spätis sind auch toll)

Bettina M.: Es hat mich nicht wirklich gestört, dass alles um 18 Uhr schließt, man muss sich eben darauf einrichten.

Verkehr  +/-

Öffentlicher Nahverkehr des Gastlandes

Nancy A.: + Berlin (in der Schweiz besitzt jeder sein Auto)

Bettina M.: – Lugano (im Nahverkehr gab es nur wenige Möglichkeiten)

Fahrplan

Nancy A.: + Berlin (aber bei der Ringbahn gibt es manchmal böse Überraschungen)

Bettina M.: – Lugano (Vergleicht man das mit Berlin, fährt ja fast nichts in Lugano)

Infrastruktur

Nancy A.: ++ Berlin (man kann jeden Ort erreichen!)

Bettina M.: +/- Ähnlich

Preise

Nancy A.: – Berlin  (sehr anständig)

Bettina M.: + die Schweiz

Anschlussmöglichkeiten

Nancy A.: + die Schweiz

Bettina M.: + die Schweiz (Innerhalb der Schweiz Zug zu fahren, habe ich als angenehmer empfunden)

Auto

Nancy A.: Ich könnte mir schon vorstellen, in Berlin mit dem Auto zu fahren. Das ist wahrscheinlich besser als in Lausanne.

Bettina M.: Ich hatte zwar ein Auto in Lugano, aber das habe ich eher für größere Distanzen genutzt, zum Beispiel um nach Mailand zu fahren. In der Stadt bin ich gelaufen.

Fahrrad

Nancy A.: In Berlin habe ich viel mehr Lust, Fahrrad zu fahren, weil es in der Schweiz viel hügeliger ist und Fahrradfahren dort mehr Sport als Verkehrsmittel ist.

Bettina M.: In Deutschland fahren sehr viel mehr Menschen Rad.

Auf den Punkt gebracht

Schweiz in 3 Worten

Nancy A.:  Angenehm[agréable], klein, langsam [lent]

Bettina M.(beschreibt Lugano): See, gechillt, Urlaubsfeeling

Berlin in 3 Worten

Nancy A.:  Leuchtend [lumineux], großzügig [spacieux], open-minded [ouvert d‘esprit],

Bettina M.: Heimat, laut, vielseitig

Schweizer in 2 Worten

Nancy A.: Kalt, aber empathisch

Bettina M.  (Lugano): Freundlich, offen

Berliner in 2 Worten                                                                                         

Nancy A: Nett, distanziert

Bettina M.: Multikulturell, eigensinnig

Gefühl, das man mit der Schweiz verbindet in einem Wort

Nancy A.: Sicherheit

Bettina M. (Lugano): Freude

Gefühl, das man mit Berlin verbindet in einem Wort

Nancy A.: Chance

Bettina M.: Neuanfang

Abschließend?

Nancy A.: Berlin ist anpassungsfähig und die Berliner Atmosphäre und Lebensart funktionieren nur in Berlin, weil Berlin Berlin ist. Hier fühlt man sich zudem sehr sicher.

Bettina M.: Ich erinnere mich gern an meine Zeit in Lugano zurück, ich habe sehr viele schöne Erlebnisse gehabt und tolle Menschen kennengelernt.

Nancy Andrade
(Nancy Andrade)

Bettina Maatz
(Bettina Maatz)

Fotos & Text: Judith Morsel

Eiskaffee reloaded

Eiskaffee ohne Vanilleeis und lecker Sahne? „Ach, nö“, sagt ihr. „Jawoll!“, sagen wir.  Schmeckt nämlich richtig gut. Coffee Circle beweist es mit Tipps für echte Kaffee-Gourmets. Wir erzählen die Story und genießen.Iced coffee without vanilla ice cream and cream? You say: „No, thanks!“. We say: „YES!“. It’s yummie. Coffee Circle presents delicious DIY recipes for real coffee gourmets. Give it a try – you will love it. Believe us.

In Barcelona regnete es heute Rosen und Bücher vom Himmel…

Jedes Jahr am 23. April ehren die Katalanen ihren Schutzpatron Sant Jordi, den heiligen Georg, mit einer kuriosen Tradition. Der Brauch will es, dass Paare ein Geschenk austauschen: Die Männer erhalten ein Buch, die Frauen eine Rose. Barcelona gleicht an diesem Tag einem riesigen Blumen- und Buchladen unter freiem Himmel. Unser Kunde Vueling hat Caren und Katharina von Travel on Toast eingeladen, die Tradition vor Ort kennenzulernen.

Hier kann man Caren und Katharina auf ihren St. Jordi-Spuren durch Barcelona folgen.

Die Legende von St. Jordi

Doch woher kommt die schöne Tradition vom Bücher- und Blumenschenken eigentlich. Der Ursprung liegt in der bewegenden Legende über einen wilden Drachen, der die Bewohner der kleinen Region Katalonien das Fürchten lehrte. Die Dorfbewohner boten dem schrecklichen Ungeheuer ihre Rinder als Beute, bis alles Vieh verfüttert war. Dann mussten sie die Jüngeren opfern. Als die Prinzessin an der Reihe war, erschien ein Ritter namens Sant Jordi und tötete das Ungeheuer mit seinem Speer. Dort, wo er das Blut des Drachens vergoss, wuchs ein wunderschöner Rosenstrauch. Sant Jordi schnitt die Rosen ab und übergab sie der Prinzessin. Seit damals werden traditionell an jedem 23. April mehrere Millionen Rosen in Katalonien verteilt.

Backe, backe Kuchen

Der Tutti Frutti Rührkuchen

Der Tutti Frutti Rührkuchen

Die neuen Fruchtaufstriche der Bio-Linie „CREMOSA“ von Zuegg eignen sich hervorragend zum Backen. Deshalb konnte ich nicht widerstehen, die Sorten Himbeere, Aprikose und Waldfrüchte für einen Tutti-Frutti-Kuchen zu verwenden. Die herrlich cremige Konsistenz der Aufstriche eignete sich ideal zum Befüllen des Rührkuchens und – wie nicht anders zu erwarten – kam das Ergebnis super bei uns in der Agentur an.

Wer Lust aufs Nachbacken hat,  findet hier das Rezept und die Step-by-Step Anleitung:

Für den Teig

200 g weiche Butter

150 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

10 Tropfen Bittermandelaroma

4 Eier

200 g Mehl

1 Päckchen Vanille-Puddingpulver

2 TL Backpulver

Für die Füllung

250 g Mascarpone

je 3 EL Zuegg „CREMOSA“

Himbeere, Aprikose, Waldfrüchte

Temperatur:

E-Herd: 180-200°C

Umluft: 160-180°C

Gas: Stufe 2-3

Zubereitung:

  1. Zunächst Butter, Zucker, Vanillezucker, Bittermandelaroma und Eier schaumig rühren. Das Mehl mit Backpulver mischen, auf den Teig sieben und zügig unterrühren.
  2. Den Teig in eine gefettete Form füllen und ca. 50 bis 60 Minuten backen.
  3. Mascarpone in drei gleichgroße Portionen teilen und jede Portion mit je einem Fruchtaufstrich verrühren.
  4. Den ausgekühlten Kuchen dreimal waagerecht durchschneiden und mit der Mascarponecreme füllen.
  5. Schichten zusammensetzen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Die neuen Fruchtaufstriche der Linie

Die neuen Fruchtaufstriche der Linie „Bio CREMOSA“ von Zuegg: Waldfrüchte,

Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Eure

Cornelia

Rezeptidee: Bild der Frau vom 28.03.2014 / Backen

#LaunchAcademy: From A to J – bringing together Canada and Switzerland in Berlin

Beitrag von Judith Morsel. Alexander Sumin, mein Vorgänger bei der Launch Academy (veni vidi vici) ist mittlerweile zurück in Kanada. In Berlin hat er sich als Trainee bei public link um die Launch Academy gekümmert, eine interkulturelle Plattform.

Um die Launch Academy weiterzuführen, haben Alexander und ich Kontakt aufgenommen, obwohl wir uns vorher nie persönlich kennengelernt hatten. Als er in Berlin war, war ich in der Schweiz zum Studium und als ich in Berlin ankam, war er schon nach Kanada zurückgekehrt. Nach einem späten Skype Termin am Sonntagabend (Zeitverschiebung halt…) wurde mir endlich klar, wie ich die junge Tradition der Launch Academy weiterführen könnte …!

To Alex: So Alexander, thanks a lot for your time to talk about the Launch Academy. I’ll continue your great job and hope that you will appreciate another phase of this intercultural platform. I wish you the best of everything and hope that we might have the opportunity to work together again in the future! Warmest regards!   – Ju-

Also, eine persönliche Vorstellung von mir gibt es schon, und zwar -> hier. Ich werde nicht alles wiederholen, sondern es nur kurz und schnell zusammenfassen, damit ihr meinem Hintergrund und was mich motiviert leicht verstehen könnt.

Ich bin Französin, vor kurzem 24 Jahre alt geworden und habe Frankreich vor 7 Jahren verlassen. Nach zweieinhalb Jahren in Berlin bin ich in die Schweiz umgezogen, um ein Studium anzufangen, und zwar Tourism & Management an der HES-SO Hochschule (Wallis, CH). Dort habe ich sehr viel über interkulturelle Verhältnisse und den Umgang mit Menschen (bzw. mit fremden Kulturen) gelernt und auch wie man in einem mehrsprachigen Land lebt.

Das Ziel ist nun, meine Erfahrungen mit euch zu teilen und euch den ein oder anderen Tipp für den Schweizer und französischen Markt zu geben – denn beide haben so ihre Eigenheiten…

So, let´s say Bye Bye to Alexander, and Grüezi Judith!

Über den Autor: Die Französin Judith arbeitet vor allem im Bereich Tourismus und treibt die Launch Academy, die mit Alex letztes Jahr so erfolgreich gestartet ist, weiter voran.

From Alex to Judith - bringing together Canada and Switzerland in Berlin // public link

From Alex to Judith – bringing together Canada and Switzerland in Berlin // public link

Frischer Wind, neue Gesichter

Der Frühling ist fast da und wir freuen uns über zwei neue Gesichter bei public link: Judith (links im Bild) und Cornelia.

Die Französin Judith arbeitet als Praktikantin vor allem im Bereich Tourismus und treibt die Launch Academy, die mit Alex letztes Jahr so erfolgreich gestartet ist, weiter voran. Cornelia ist eine waschechte Berlinerin und unterstützt uns als Praktikantin bei unseren Aktivitäten in den Bereichen Food & Beverage sowie Nachhaltigkeit.

So, jetzt aber genug erzählt. Mehr über unsere sympathischen Neuzugänge erfahrt ihr in diesem Interview:

 

Stellt euch doch mal kurz vor und erzählt uns, was ihr vor public link so gemacht habt?

Judith: Ich bin gebürtige Französin und fühle mich als Europäerin. Seit 4 Jahren studiere ich in der Schweiz und bin gerade für das Praktikum bei public link nach Berlin gekommen. Ich habe insgesamt 11 Jahre meines Lebens außerhalb von Frankreich verbracht. Seit 2008 ziehe ich jedes Jahr um. Ich liebe das Nomadenleben.

Cornelia: Nach meinem Abi im letzten Jahr zog es mich erstmal hinaus in die große, weite Welt. Ich habe einen 6-monatigen Freiwilligendienst an der chinesischen High School in Zhengzhou absolviert und dort Englisch unterrichtet.

 

Habt Ihr euch (wieder) gut in Berlin eingelebt?

Judith: Ja, ich habe auch vor einigen Jahren schon hier gelebt und liebe die Stadt.

Cornelia: Klar, Berlin ist meine Heimat. Nach meiner Zeit in China schätze ich den Lebensstandard und viele Selbstverständlichkeiten viel mehr als vorher.

 

Judith, was ist für dich der krasseste Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen?

Judith: Franzosen genießen das Essen und geben mehr Geld für Lebensmittel aus als die Deutschen. Sie kaufen gerne in kleinen Feinkostläden ein und achten stärker auf die regionale Herkunft der Produkte.

 

Warum habt Ihr euch für public link entschieden?

Judith: Die spannenden Kunden im Bereich Tourismus und die internationale Ausrichtung bei public link haben mich besonders gereizt.

Cornelia: Ich will vor allem viele neue Erfahrungen in den Bereichen Public Relations sowie Social Media sammeln und freue mich auf interessante Projekte.

 

Für welche Themen interessiert Ihr euch besonders?

Judith: Reisen, Musik, Kunst und Nachhaltigkeit.

Cornelia: Streetdance, Schauspielerei, Musik, Mode und Backen.

 

Euer liebstes Reiseziel?

Judith: Bhutan, das Land der Glückseligen.

Cornelia: Ägypten.

 

Lieblingsessen?

Judith: Selbstgemachte Tajine (ein traditionelles Schmortopfgericht aus Nordafrika) und Coq-au-vin.

Cornelia: Mama’s Eierkuchen.

 

Eure Lieblingskampagne?

Judith: Die virale Kampagne „Follow the frog“ von der Rainforest Alliance.

Cornelia: Die “Supergeil“-Kampagne von Edeka.

 

Habt ihr ein Lebensmotto?

Judith: Peace, Love & Travel /  Wenn du einem Mann einen Fisch gibst, wird er einen Tag essen können. Wenn du ihm das Angeln beibringst, wird er sein Leben lang essen können.

Cornelia: No risk, no fun.

 

Einen guten Start wünschen Euch Anne & das Team von public link

 

SAMSUNG

Hello Sweet Summer

Wie schmeckt eigentlich der Sommer? „Sweet, sweet, sweet“, sagt unser Kunde Gallo Family Vineyards. Deshalb hieß es in München und in Hamburg „Hello Sweet Summer“: Die kalifornische Weinmarke Gallo Family Vineyards präsentierte ausgewählten Lifestyle- und Food-Journalisten sowie Bloggern die BBQ- und Drink-Trends des Sommers. Mit dabei waren BBQ-Experte Alexander Gode und Bartender Tim Anders.

Hier ein kleiner Rückblick auf unsere exklusiven Events.

Meet the Sweets! Zur Begrüßung  gab es eine leckere Summer Red Bowle. Cheers!

Summer Red Bowle

Redakteure von Stern, Cosmopolitan, GQ, Glamour, COUCH, Bild der Frau, Sweet Paul, Vital und viele mehr waren neugierig auf die leckeren Sommertrends vom Grill und im Glas. Auch Blogger wie GourmetGuerilla, KüchenDeern und Genuss sucht waren dabei ganz gespannt auf die Kreationen.

Unser BBQ-Experte Alexander Gode präsentierte als ersten Gang Zanderfilet auf dem gewässerten Zedernholz gegart mit sautierten Erdbeeren, Speck und Zitronentymian. Auch der zweite Gang sorgte für Begeisterung: Im Ganzen gegrilltes Flanksteak mit Mangochutney und einer Schalotten-Chili-Reduktion. Abschließend servierte uns Alexander Gode flambierten Kaiserschmarrn vom Grill mit karamellisierten Fruchtspießen. Dazu gab es die lieblich-fruchtigen Weine Grenache Rosé, Summer Red und Moscato von Gallo Family Vineyards. Einfach lecker!

Flanksteak

Danach war Bartender Tim Anders an der Reihe, der vier eigens kreierte Sommer-Drinks mixte: Aus kandierten Veilchenblütenblättern, Himbeeren und dem Gallo Family Vineyards Grenache Rosé zauberte er den Grenache Rosé Gewürz Cobbler. Auch der Moscato de la Musique und der California Sour kamen gut an. Der absolute Favorit unter den Gästen war aber der Nice Thai Moscato mit Kumquats, Limettenblättern, Jasmintee, Kamillensirup und Moscato von Gallo Family Vineyards. Jetzt kann der Sommer endlich kommen: Hallo Sweet Summer!

Moscato de la MusiqueGrenache California SourGrenache Rosé Gewürz CobblerNice Thai Moscato

Alex erklärt die Launch Academy

Die Launch Academy ist unser interkulturelles Fortbildungsprogramm. Einige Monate lang arbeiten Young Professionals aus dem Ausland in unserem Berliner Team. Alex Sumin aus Montreal, Kanada, hat den Anfang gemacht, viel über die Deutschen im Allgemeinen und Kommunikation im Speziellen gelernt – und sich sicher so manches Mal über uns gewundert.

Was wir davon hatten? Einen sympathischen Kollegen, neue Erkenntnisse über den nordamerikanischen Markt, viel Englisch-Input und einen Haufen Ideen, die wohl nur entstehen, wenn nicht alles durch die deutsche Brille sieht.
Zum Abschied hat Alex zusammen mit Bewegtbild-Guru Moritz ein Video für uns gedreht, in dem er die Launch Academy und seine Zeit bei public link beschreibt.

Da wir wissen, dass er nichts mehr hasst, als VOR einer Kamera zu stehen, rechnen wir ihm das doppelt hoch an. Er nimmt es uns sicher nicht übel, wenn wir aus seiner letzten Mail zitieren (abgesehen davon ist er gerade in Kanada und kann sowieso nix dagegen machen): „I have to admit that the memory of filming this video haunted me for a couple of weeks… and I am never doing anything unscripted again! But I am really amazed of what a good job Moritz did in putting it all together. It really made me smile and fills me with great memories! I really miss Berlin, so say hello to everyone and I hope to see you soon.“

Die nächste Launch Academy-Kandidatin steht schon in den Startlöchern. Also: stay tuned!

Tschüss Winter

Nadine vom Blog Dreierlei Liebelei sehnt sich nach Sonne und hat für uns einen leckeren Drink aus dem fruchtigen Grenache Rosé von Gallo Family Vineyards und Früchte­­eistee kreiert. Hallo Frühlingsgefühle!Blogger Nadine from „Dreierlei Liebelei“ is desperately waiting for spring to come. That´s why she created a tasty drink with Grenache Rosé from Gallo Family Vineyards and fruity ice tea. Hello spring fever!